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Filip Springer
Kopfgeburten
Architekturreportagen aus der Volksrepublik Polen
Übersetzung: Lisa Palmes
210 × 230 mm, 272 Seiten
ca. 100 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-86922-353-7 (deutsch)
EUR 28,00 / CHF 34,80
April 2015. DOM publishers, Berlin

Neu bei DOM publishers:

Filip Springer

Kopfgeburten

Architekturreportagen aus der Volksrepublik Polen

Wenn der junge polnische Architekt Maciej Nowicki nicht bei einem Flugzeugabsturz umgekommen wäre, sähe Chandigarh heute ganz anders aus. So bekam Le Corbusier den Auftrag. Witold Lipinski baute schon in den frühen 1960er Jahren einen Vorläufer des Passivhauses – in Igluform. Der Antikommunist Marek Leykam erhielt trotz seiner politischen Haltung heikle Bauaufträge der polnischen Regierung. Diese und andere Architekten haben im Polen der Nachkriegszeit Spuren hinterlassen, die heute noch viele Fragen und auch Widersprüche aufwerfen.

Der polnische Autor und Fotograf Filip Springer hat mit Kopfgeburten eine Reportage über die Schicksale solcher Figuren geschrieben, die in der Volksrepublik Polen den üblichen Plattenbauten Feinsinniges entgegensetzen wollten und sich auch durchsetzten – teilweise schmerzvoll und immer unter den schwierigen Bedingungen der Planwirtschaft. Was ihren Köpfen entsprang, ist bis heute umstritten. Die Bahnhöfe von Warschau und Kattowitz, der Posener Rundling, die Wetterstation auf der Schneekoppe, der Chemiepavillon oder der Supermarkt Supersam in Warschau gelten zwar allesamt als Ikonen der Moderne. Doch während sie bei den Einen große Anerkennung finden, würden sie Andere am liebsten der Abrissbirne übergeben. Warum sorgen diese Gebäude für solche Kontroversen? Wie waren die Umstände ihrer Entstehung und warum gibt es einige von ihnen bereits nicht mehr?

Dieses Buch – der Originaltitel ist inzwischen ein Bestseller in Polen – ist mehr als eine Dokumentation der herausragenden Bauprojekte der Nachkriegsmoderne. Springer versucht, die Architekten, ihre Beweggründe und ihre künstlerische Haltung zu verstehen und nachzuvollziehen, auf welche Weise sie für ihre Ideen kämpften und sie in einem System der Planwirtschaft realisierten. Geschrieben von einem in Polen sehr bekannten Fotografen und Journalisten, liest sich dieses Buch auch für Fachfremde wie spannende Geschichten aus einer fremden Welt. Archivbilder und aktuelle Fotografien zeigen den damaligen und heutigen Zustand der Objekte, die für die gesamte Architektur der damaligen Zeit in Polen repräsentative Fragen aufwerfen. Mit Kopfgeburten richtet der Berliner Verlag DOM publishers den Fokus auf das Nachbarland Polen. In den kommenden Monaten folgen Architekturführer zu Warschau (Herbst 2015), Breslau (die europäische Kulturhauptstadt) und Danzig (beide Frühjahr 2016).

 

© Boleslaw Miedza© Filip Springer© Filip Springer
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