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Presseinformation

  Detlev Schöttker
Ästhetik der Einfachheit
Texte zur Geschichte eines Bauhaus-Programms
210 × 230 mm, 256 Seiten
40 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-86922-684-2 EUR
28,00 / CHF 34,80
Mai 2019. DOM publishers, Berlin

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Detlev Schöttker (Hg.)

Ästhetik der Einfachheit

Texte zur Geschichte eines Bauhaus-Programms

Einfachheit spielt in Kunst und Architektur der Moderne eine zentrale Rolle. Das Bauhaus hat daraus seit Mitte der Zwanzigerjahre ein umfassendes Programm entwickelt, das die Gestaltung entscheidend veränderte. Der Grundlagenband Ästhetik der Einfachheit. Texte zur Geschichte eines Bauhaus-Programms, den Detlev Schöttker herausgegeben hat, erscheint anlässlich des Bauhaus-Jahres. Diese Anthologie zeigt jedoch, dass die Idee der Einfachheit und die Auseinandersetzung mit ihr keineswegs neu ist.

Die Wurzeln reichen bis in die antike Rhetorik zurück, in deren Mittelpunkt die Forderung nach Klarheit stand. In der Aufklärung wurde das Streben nach Einfachheit zu einer zentralen Idee der Literatur- und Architekturtheorie. Einfachheit kann je nach Gegenstand oder Kunst unterschiedliche Formen annehmen, ist aber immer das Resultat eines kreativen Prozesses, von dem meist nur das Ergebnis wahrnehmbar ist. Beschränkung auf das Wesentliche und Herstellung von Übersichtlichkeit gehören zu den elementaren Bestandteilen.

Während die entsprechenden Objekte vielfach dokumentiert sind, ist die theoretische Auseinandersetzung mit der Einfachheit noch nicht zusammenhängend dargestellt worden. Die vorliegende Anthologie mit knapp 40 Texten liefert dafür Bausteine von der Antike bis zur Gegenwart. Sie stammen von Philosophen, Schriftstellern, Künstlern, Architekten und Kunsttheoretikern. Detlev Schöttker wählte sowohl kanonische Texte als auch weniger bekannte aus, die neue Blicke auf das Einfache eröffnen. In einer Einführung erschließt der Herausgeber den ideengeschichtlichen Zusammenhang von Schriften zur Architekturtheorie der Antike und Renaissance über Literatur- und Architekturschriften in Aufklärung und Klassizismus bis hin zu Manifesten über Gestaltungsweisen in der Moderne. Jedem Text ist ein Vorspann mit weiteren Informationen vorangestellt. Eine Synopse im Anhang der Anthologie ordnet die Texte den unterschiedlichen Kunstbereichen zu, um epochenspezifische Schwerpunkte deutlich zu machen. Fragmente und Aphorismen zur Einfachheit beschließen den Band.

Dieser erstmalig zusammenhängende Blick auf die Idee der Einfachheit von Aristoteles bis John Pawson ergründet ein Phänomen, das sich wie ein roter Faden durch die Geschichte des ästhetischen Denkens zieht – und bleibt damit über das Bauhaus-Jahr hinaus aktuell.

 

 

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