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Wettlauf in der Raumfahrt Design PressebildPedro Ignacio Alonso (Hg.)
Space Race Archaeologies
Photographs, Biographies, and Design
210 × 230 mm, 128 Seiten
130 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-86922-537-1 (englisch)
EUR 28,00 / CHF 34,80
September 2016. DOM publishers, Berlin

Neu bei DOM publishers:

Pedro Ignacio Alonso (Hg.)

Space Race Archaeologies

Photographs, Biographies, and Design

Schauplatz Kalter Krieg: Das Militär der USA installierte 1957 in Kuba, Panama, Ecuador, Peru und Chile eine Serie von Stationen, um Satelliten zu navigieren, angeblich zu Wissenschaftszwecken. Die Sowjetunion reagierte prompt und richtete ihrerseits ein solches Netzwerk an Einrichtungen zur astronomischen Observation auf – in etwa den gleichen Ländern. Dem Osten wie dem Westen ging es um die Erforschung des Weltraums der südlichen Hemisphäre für Raumschiffe, die in der Zukunft Menschen ins All bringen sollten.

Der Wettlauf ins All begann und brachte als Nebenprodukt des Kalten Krieges eine beachtliche Anzahl von oft geheimen Objekten hervor, die sich nicht nur im Osten und Westen verbreiteten, sondern auch im Süden der Welt: Raketen, Startrampen, Sternwarten, Antennensysteme und viele andere Artefakte. Der Band Space Race Archaeologies dokumentiert und analysiert die Relikte des kosmischen Wettrennens, die auf der Erdoberfläche verstreut zurück geblieben sind. Die Autoren wenden archäologische Methoden an, um diese Überbleibsel einer Moderne, die innerhalb der Weltraumpolitik mit Geheimhaltung und Kriegsabschreckung verbunden war, in den historischen Kontext einzuordnen und zu bewerten. Viele dieser Objekte – vom Protoypen für Teleskope über Kuppelbauten im Kaukasus bis hin zu Experimenten mit Sodiumdampf – wurden lange als technowissenschaftlicher Abfall angesehen und sind heutzutage fast vergessen, aufgegeben oder nur noch als Ruinen in Regionen vorhanden, die früher von geopolitischer Bedeutung waren. Diese Fundstücke erzählen uns, wie die Wissenschaft und Technik, die für nationale Sicherheit und die Politik des Kalten Krieges stand, die Architektur der Nachkriegsmoderne beeinflusste.

Space Race Archaeologies geht auf eine Konferenz über Technologie im Kalten Krieg zurück, die im März 2016 an der Princeton University School of Architecture in Verbindung mit einer Ausstellung gehalten wurde. Herausgeber Pedro Igancio Alonso versammelt Beiträge des Wissenschaftshistorikers Asif Siddiqi, des Designers Hugo Palmarola, des Fotografen Petr Antonov und des Architekten Philipp Meuser.

Vertiefende Lektüre zum Thema bieten der Band Architektur für die russische Raumfahrt, die Monografie über die Weltraumarchitektin Galina Balaschowa und Design for Space, eine Sammlung von fast 250 Missionsabzeichen.

 

© Hugo Palmarola© Hugo Palmarola© Centre National d'Etudes Spatiales
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