DE · EN

Pressemeldungen Kommunikations-KonzeptePR-Agentur Public Relations ArchitekturLektorat Redaktion Korrektorat Verlage Architekten
Anmeldung

Presseinformation

Peter Volgger / Stefan Graf (Hg.)
Architecture in Asmara
Colonial Origin and Postcolonial Experiences
210 x 230 mm, 480 Seiten
160 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-86922-487-9 (Englisch)
€ 28,00 / CHF 34,80
August 2017. DOM publishers, Berlin

Neu bei DOM publishers:

Peter Volgger / Stefan Graf (Hg.)

Architecture in Asmara

Colonial Origin and Postcolonial Experiences

Mit Asmara wurde im Sommer 2017 erstmalig eine Stätte in Eritrea in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen. Eritrea war bis 1941 italienische Kolonie, und das nahezu vollständig erhaltene urbane Ensemble der Hauptstadt wurde in dieser Zeit geprägt. Es ist ein außergewöhnliches Beispiel für modernistische Stadtplanung im afrikanischen Kontext. Europäische Architekten, die ihre Projekte in den Hauptstädten Europas nicht realisieren konnten, setzten sie in Eritrea um. Viele modernistische Bauten der Kolonialzeit sind legendär, wie etwa eine Tankstelle in Form eines startenden Flugzeugs.

Erst in den frühen Neunzigerjahren wurde die moderne Architektur Asmaras und ihre Qualität von Außenstehenden wiederentdeckt. In der Publikation Architecture in Asmara. Colonial Origin and Postcolonial Experiences untersuchen und analysieren die Autoren die koloniale Stadt und zeigen die Geschichte nicht nur der physischen und sichtbaren urbanen Realität auf, sondern auch die einer zweiten, unsichtbaren Stadt, wie sie nur in der Vorstellung existiert. Die koloniale Stadt wird so eine wundersame Zusammenstellung von Städten, die jede für sich die anderen wie in einem Kaleidoskop reflektiert. Das unterstreichen fünf eindrucksvolle, thematische Fotoessays zu den Menschen und den Orten, an denen sie sich aufhalten. Das Buch geht einen Schritt weiter im Versuch, Asmara in im Zusammenhang der zeitgenössischen Theorie zu lesen. Wissenschaftler aus verschiedenen Disziplinen – Architekten und Stadtforscher, Historiker und Philosophen, Anthropologen und Soziologen – zeigen auf, wie die koloniale und postkoloniale Kritik als Plattform für neue, verschiedene Lesarten von Asmara gedient hat. Das Spektrum reicht von der Entstehung des italienischen Imperialismus in Afrika bis zur Rezeption der faschistischen Stadtplanung, von Untersuchungen der Infrastruktur und der Mobilität bis zur Geschichte der Migration, die für die Stadt eine große Rolle spielt. Dazu dienen unter anderem Analysen historischer Fotografien oder Gespräche mit den Einwohnern. Das Buch untersucht auch die heutigen Umstände und Realitäten in Asmara, um die fortdauernden Auswirkungen des kolonialistischen Erbes auf die Stadtbewohner herauszuarbeiten.

 

© Jean Robert© Edward Denison© E. Lafforgue
Alle Pressebilder ansehen