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LeCorbusier

Roberto Gargiani, Anna Rosellini
Le Corbusier. Béton Brut und der unbeschreibliche Raum (1940-1965)
Oberflächenmaterialien und die Psychophysiologie des Sehens
608 Seiten, ca. 1350 Abbildungen, farbig und schwarzweiß
18,7 x 26,4 cm, Hardcover.
ISBN 978-3-95553-182-9
EUR (D) 112,00 / CHF 175,00.
April 2014. DETAIL

Neu bei DETAIL:

Roberto Gargiani, Anna Rosellini

Le Corbusier. Béton Brut und der unbeschreibliche Raum (1940-1965)
Oberflächenmaterialien und die Psychophysiologie des Sehens

Optische Effekte – künstlerische Visionen

Wie ein Besessener konnte Le Corbusier seine Ideen verfolgen. In seinem Spätwerk nach dem Zweiten Weltkrieg waren das seine Auseinandersetzungen mit „Béton brut“ und „L‘ espace indicible“. Intensiv beschäftigte er sich damit, wie wir jenseits von unserer bewussten Wahrnehmung einen Raum erleben und wie sich die gewünschte Wirkung steuern lässt: Es ging ihm um die Psycho-physiologie des Sehens. Oberfläche und Raum, diese zwei Pole bildeten für ihn den Dialog zwischen dem Realen und dem Metaphysischen, zwischen Material und der künstlerischen Vision seiner Arbeit.

Die Autoren Roberto Gargiano und Anna Rosellini erklären in der vorliegenden Publikation anhand von Le Corbusiers späten architektonischen und künstlerischen Werken seine Vorstellungen von Raumwirkung im Spannungsfeld zwischen Technik und Kunst. Ausgangspunkt ist dabei die Unité d’Habitation in Marseille. Für die Herstellung des Betons wählt er die Bestandteile aus, bestimmt die Korngröße und definiert seine Texturierung durch raffinierte Schalungsmontagen und seine Oberflächenbehandlung – und erfindet gewissermaßen den béton brut. In den folgenden Werken, ob New York oder Chandigarh, La Tourette, Ronchamp oder in einzelnen Wohnprojekten, verfolgt er seine Visionen konsequent weiter und bezieht auch andere künstlerische Medien mit ein: er setzt neben Farbe auch Stoffe und Wandteppiche für die Raumgestaltung ein, nutzt die Fotografie, um verborgene Potenziale von Architektur und Malerei zu ergründen. Er bedient sich des Mediums Film, um Veränderungen auf den Baustellen zu dokumentieren. Dabei lässt sich Le Corbusier von den Kunstströmungen seiner Zeit inspirieren, etwa von den Automatismen von Bréton, der Art brut von Dubuffet, der Musique concrète von Varèse und weiteren Künstlern, mit denen er auch zusammen arbeitet. „L‘espace indicible“ als Raumkonzept wird so zum Gegenstand eines kreativen Prozesses, der alle künstlerischen Ausdrucksformen in sich vereinen kann.

Ergänzt durch eine Fülle an Bildmaterial, scheinen die Auseinandersetzungen mit Oberfläche und Raum in unzähligen Notizen, Briefen, Artikeln und Skizzen immer wieder durch. Viele davon sind in diesem Buch erstmals veröffentlicht. Die Autoren analysieren all diese Quellen im Kontext ihrer Zeit und liefern so viel Aufschlussreiches über die künstlerische Seite von Le Corbusier. Architekten und Designer werden ebenso wie Kunsthistoriker und Kunstinteressierte eine neue Sichtweise auf die letzten und wichtigen Arbeiten von Le Corbusier kennen lernen.

 

Foto: Christian Schittich,
© 2014 FLC, VG Bild-Kunst, Bonn
Studien für Tapisserien, 1951. © 2014 FLC, VG Bild-Kunst, BonnUnité d'Habitation Berlin. Baustellenfoto. © 2014 FLC, VG Bild-Kunst, Bonn

© 2014 FLC, VG Bild-Kunst, Bonn

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