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Presseinformation

Cover Architekt im Widerstand

Eduard Kögel
Architekt im Widerstand
Rudolf Hamburger im Netzwerk der Geheimdienste
210 x 230 mm, 336 Seiten
170 Abbildungen, Softcover
ISBN 978-3-86922-761-0 (deutsch)
EUR 28.00 / CHF 34.80
August 2020. DOM publishers, Berlin

Neu bei DOM publishers:

Eduard Kögel

Architekt im Widerstand

Rudolf Hamburger im Netzwerk der Geheimdienste

 

Der Architekt Rudolf Hamburger (1903-1980), der in den 1920er Jahren bei Hans Poelzig studierte, wanderte 1930 infolge der Weltwirtschaftskrise nach China aus. Als Architekt begabt, brachte er die Ideen des Neuen Bauens von Berlin nach Shanghai, wo er bemerkenswerte Bauten realisierte. Er kann heute als Wegbereiter der Moderne in China gelten. Weniger erfolgreich verlief dagegen seine eher unfreiwillige Karriere als Geheimagent. Von diesem Leben zwischen den politischen Systemen des 20. Jahrhunderts erzählt der Architekturhistoriker und China-Spezialist Eduard Kögel in Architekt im Widerstand. Rudolf Hamburger im Netzwerk der Geheimdienste.

Aufgrund der Bedrohung im nationalsozialistischen Deutschland ließ sich Hamburger durch seine Ehefrau Ursula – die später in der DDR unter dem Namen Ruth Werner als Schriftstellerin reüssierte – für  den sowjetischen Geheimdienst der Roten Armee (GRU) anwerben. Zunächst begleitete und deckte er ihre Tätigkeit für die GRU, bevor er Ende der Dreißigerjahre selbst als Spion aktiv wurde. Sein begrenztes Talent in geheimdienstlichen Methoden brachte ihn jedoch schon bald in Schwierigkeiten. Der chinesische Geheimdienst folterte ihn, bevor er in den Vierzigerjahren als Architekt getarnt erneut für die GRU in Teheran zum Einsatz kam. Sehr schnell überführten ihn hier die Amerikaner zusammen mit dem britischen Secret Service. Schließlich verschwand er in der Sowjetunion zehn Jahre lang im Gulag.

1955 durfte er aus dem Gulag in die DDR zurückkehren, wo er wenige Jahre als Architekt in Dresden und in Hoyerswerda wirken konnte und die Stasi auf ihn aufmerksam wurde. Seine Freundschaften u.  a. mit Richard Paulick, Martha Dodd, Brigitte Reimann hinterließen Spuren, die wichtige Aspekte der politischen und kulturellen Entwicklungen des 20. Jahrhunderts beleuchten. Am Schicksal Rudolf Hamburgers zeigt sich die absurde Logik geheimdienstlicher Tätigkeiten – sein Weg illustriert eindrücklich ein wechselvolles Leben zwischen Anpassung und Widerstand.

 

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© Nachlass Familie Hamburger

 
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© Nachlass Familie Hamburger

 
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